Hallo lieber Mensch

Willkommen auf meinem persönlichen Blog.

Hier findest du kurze Texte, die ich alle selbst geschrieben habe.

Viel Spaß beim Stöbern wünscht dir

Klara

  • Computerliebe

    Wenn morgens durchs Fenster die Sonne warm scheint
    Und das Wetter es eigentlich gut mit uns meint
    Dann schließen wir schleunigst die Blenden und Läden
    Beschränken uns darauf, vom Draußen zu reden

    Denn helle Strahlen, die stören uns nur
    Stattdessen tickt stetig die Digitaluhr
    Die Finger fahr’n flink über Hartplastik-Tasten
    Heut‘ müssen wir wieder Bewegungsdrang fasten

    Wenn Sitzen das neuartige Rauchen ist
    Verkürzt sich tagtäglich, kaum merklich die Frist
    Und flimmernde Bilder verschleiern die Sicht –
    doch trotzdem kaum einer vom Aufhören spricht

    Zwischen Einsen und Nulln, da gibt es viel mehr
    Und das was wir tun, das lieben wir sehr
    Wer uns nicht versteht, der schüttelt den Kopf
    Und sagt: „Die IT – die hat’s heut‘ verbockt!“

    Published On: Juni 2022
  • Wie das Bonbon ins Klavier kam – Für Nora

    Am Montag spielt Klein-Hans Klavier
    Er übt den Takt – eins, zwo, drei, vier
    Doch bald schon fängt der Unmut an
    Es knurrt der Magen dann und wann

    Des Stückes Ende lang nicht naht
    Drum Hänschen laut und deutlich klagt:
    “Ach, äß ich eine Kleinigkeit,
    ich wär vom Hunger gleich befreit.”

    Das Brüderchen lauscht dem Gejammer
    Schleicht heimlich-leise in die Kammer
    Entnimmt dem Vorrat ein Konfekt
    Das himmlisch gut nach Zucker schmeckt

    An der Tür zum Proberaum
    Spricht er leis’ – man hört ihn kaum:
    “Hänschen, schau, ein Karamell!
    Ich werf’s dir zu, fang es nur schnell!”

    Doch Hans spielt gerade Mozarts Neunte
    Wodurch er diesen Ruf versäumte
    Das Bonbon?
    Es landet klimpernd im Klavier
    Dort liegt’s noch heut – eins, zwo, drei, vier

    Published On: Mai 2022
  • Der Tannenbaum

    Drauß’ steht ein kleiner Tannenbaum
    Hat einen großen Weihnachtstraum

    Will Freude machen seinen Menschen
    Mit grünen Tannennadeln glänzen

    Möcht’ Christbaum sein im warmen Haus
    Steckt seine Nadeln eifrig aus

    Wächst still und heimlich immer weiter
    Der kleine Stamm wird stetig breiter

    Da kommt die kalte Weihnachtszeit
    Der Tannenbaum macht sich bereit

    Doch, oh Schreck, er glaubt es kaum
    Der Mensch kauft einen andren Baum!

    Er sei nicht schön genug fürs Haus
    Dem armen Bäumchen ist’s ein Graus

    Wirft traurig ein paar Nadeln ab
    Was es sich doch für Mühe gab!

    Das Kind im Hause sieht den Jammer
    Läuft heimlich in die Haushaltskammer

    Holt Lichterketten, voller Glanz
    Dazu noch einen bunten Kranz

    Des Nachts schmückt’s Kind das Tannenkleid
    So ist vorbei des Baumes Leid

    Drauß’ steht ein heller Tannenbaum
    Erfüllt sich seinen Weihnachtstraum

    Published On: Dezember 2019