Hallo lieber Mensch

Willkommen auf meinem persönlichen Blog.

Hier findest du kurze Texte, die ich alle selbst geschrieben habe.

Viel Spaß beim Stöbern wünscht dir

Klara

  • Pustig

    Und endlich ist da Wind
    Nachdem die Welt im Stillen stand
    Reißen beißend Böen an bordeauxroten Blättern
    Und die Erde empfängt die Fallenden voller Ungeduld
    Dahin vergehen die Kinder des Sommers
    Und krümmen sich zu kleinen Krumen
    Dass sie das nächste Leben nähren
    Und das Federkleid des Frühlings
    Durch ihr Opfer glänzend spricht

    Published On: November 2024
  • Morgen

    Der Inbegriff von gleißend Licht
    fällt über plattes Land
    Der Dunst verwahrt des Tags Gesicht
    hinter der Nebelwand
    Noch stehen Bäume wie Gestalten
    In starrer Stille da
    Noch lässt die Erde Ruhe walten
    Noch schweigt die Vogelschar
    Doch irrt, wer denkt, es daure lang
    Bis alles Leben wacht
    Ich ahne schon den lauten Klang
    Und das Warten auf die Nacht

    Published On: Oktober 2024
  • Herbstgedicht für Mille

    Herbst ist, wenn Kastanien schlüpfen
    Wenn Freude heißt: In Pfützen hüpfen
    Wenn Kälte vor der Türe steht
    Ein rauer Wind um Ohren weht…
    Der Tag hat seine Kraft verloren
    Die Nacht zum Sieger auserkoren
    So kann ich unter Decken kriechen
    Mit klammen Händen Tee genießen
    Und auf langen Gängen verrät die Welt
    Dass der Winter bald schon Einzug hält

    Published On: September 2024
  • Ohne Titel

    Das Leben fließt
    Es strömt gewaltig durch meine Adern
    Eines fernen Tages wird es krachend gegen Küsten treiben
    Und sein Verbleib wird still, in der Tiefe der See, zurückrollen gegen den Beginn.

    Published On: August 2024
  • Wo meine Angst einen Platz finden darf (III)

    Manchmal ist durch die Angst alles dunkel
    – Es ist das nächtlichste Schwarz, in dem ich tief versinke
    Dann trete ich hinaus in die Welt
    – Und ich spüre, wie es um mich herum zerfällt:
    Es ist, als würde das Schwarz der Angst wie Tinte um mich zerfließen,
    Als würde eine zarte Hand das Dunkel ins Helle vergießen.

    Das passiert, wenn Musik in mir klingt
    Oder die Amsel sanft singt
    Wenn das Meer an mir rührt
    Eine Welle nach der ander’n mich verführt
    Ein Blick auf den stillen Tanz der Flocken
    Wenn auf allem kleine weiße Tupfen hocken…

    Angst, du darfst dich darin verlieren
    Und von Zeit zu Zeit nur wiederkehren

    Published On: Juli 2024